MagazinReisenKatalogbestellung
SondergruppenLinkAllgemeines
Info reise.atKarriereWir über UnsKontaktbereich

NEUE REISEN 2012
& Zusatztermine
außerhalb des Katalogs
ÜBERSICHT REISEN
Länder, Ferientermine,
Musik & Reisen, ...
VORTRÄGE

KATALOGKORREKTUREN
 
UNSERE REISELEITER

NEWSLETTER ANMELDUNG

DER AKTUELLE NEWSLETTER
 

www.reise.at
Island: Vögel, Wale und Geysire (von BirdLife Österreich)
Kragenente
Leerzeile
Spatelente
Leerzeile
Prachttaucher
Leerzeile
Eistaucher
Leerzeile
Odinshühnchen
Leerzeile
Amerikanische Dunkelente
Leerzeile
Eissturmvogel

Im Sommer 2007 fand das erste Mal eine in Zusammenarbeit mit Kneissl Touristik organisierte BirdLife Österreich Reise nach Island statt.

An einem schönen Tag im Mai stellt es keine Schwierigkeit dar, am Neusiedlersee über 90 verschieden Vogelarten zu beobachten. Im Vergleich dazu wird man es auf einer ein- bis zweiwöchigen Islandreise kaum schaffen, mehr als 75 Arten zu sehen. Dennoch befindet sich die Insel auf der Reisewunschliste vieler Vogelbeobachter ganz oben.

Island bereist man also als Ornithologe nicht wegen der Artenvielfalt. Natürlich gibt es einige begehrte europäische Seltenheiten, wie Kragen- und Spatelente, aber die Faszination des Landes besteht nicht unbedingt nur darin, was man sieht, sondern wo und unter welchen Bedingungen man die Vögel beobachten kann. Viele Arten, die man bei uns nur im Schlichtkleid kennst, zeigen sich hier im Sommer von ihrer schönsten Seite. So können auf den Seen z. B. Pracht- und Eistaucher aus nächster Nähe am Brutplatz beobachtet werden. Überhaupt ist die Fluchtdistanz der Vögel geringer, als man es bei uns gewohnt ist. Wo sonst laufen einem die Odinshühnchen buchstäblich zwischen den Beinen hindurch? Ein wesentlicher Teil der Anziehungskraft Islands besteht aber auch in der Einzigartigkeit der Landschaft. Von den grünen Schafweiden der Küste bis zu den bizarren Lavaformationen am Myvatn beobachtet man ständig vor einer spektakulären Kulisse.

So machte sich unsere Gruppe Anfang Juli auf, dieses so eigenwillige Land zu erkunden. Da es um diese Jahreszeit nur für ca. zwei Stunden dunkel wird, blieb uns trotz der späten Ankunft in Keflavík noch Zeit, eine erste Exkursion auf die Reykjanes Halbinsel zu unternehmen. Und vielversprechender hätte die Reise wohl nicht beginnen können. In Gárdur fanden wir die seit langem hier ansässige Amerikanische Dunkelente und bei Gárdskagi bekamen wir mit Eissturmvögel, Schwarzschnabel-Sturmtauchern und auch einige Alkenarten einen ersten Eindruck von den zu erwartenden Seevögel. Kurz bevor wir schließlich in unser Hotel aufbrechen wollten, fiel uns eine mittelgroße Möwe mit gänzlich dunklem Schnabel auf. Nach eingehendem Studium stellte sich heraus, dass es sich um eine junge Bonapartemöwe handelte, also eine weitere nordamerikanische Ausnahmeerscheinung. Dass es in dieser Taktart nicht weiter gehen konnte, war uns allen bewusst, dennoch machte der erste Tag Lust auf mehr!

Der erste große Schwerpunkt der Reise galt der Schnaefellsnes Halbinsel im Westen Islands. Hier verbrachten wir fast vier Tage, immer in Sichtweite des beeindruckenden Schnaefellsjökull Gletschers. Geologisch befindet man sich hier bereits auf amerikanischem Boden, wohingegen der Osten Islands zu Europa gehört. Von den Eistauchern bei Myrar, über die Steilküste bei Arnarstapi, wo wir unsere ersten Kragenenten eingehend beobachten konnten, bis zur wunderschönen Bucht von Tunguos, bot die Halbinsel so viele Höhepunkte, dass sie eine eigen Reise rechtfertigen würde. Doch da wir noch mehr von der Insel sehen wollten, machten wir uns auf den Weg nach Nordosten.

Dieser zweite Teil der Reise führte uns an den Myvatn (=Mückensee) und an die Nordküste Islands. Der Myvatn ist die Heimat der Spatelente, neben der Kragenente die zweite amerikanische Art, die auf Island ihr östlichstes Verbreitungsgebiet findet. Erst konnten wir nur zwei einzelne Altvögel entdecken aber bald darauf fanden wir einen Mausertrupp mit über 500 Individuen. Abgelenkt wurden wir bei dieser Beobachtung nur von vier rufenden Eistauchern, die sich ganz in unserer Nähe niederließen. Trotz der ornithologischen Attraktionen, nahmen wir uns auch Zeit, die Solfatfelder von Námafjall und die Lavalandschaft von Dimmuborgir zu besuchen, wo sich dann aber auch wieder Merlin und Garfalke Seite an Seite präsentierten. Vom Myvatn ging es weiter nach Húsavík and die Nordküste. Hier hatten wir eine von zwei Walbeobachtungstouren gebucht. Auch diesmal war uns das Wetter wohlgesonnen uns wir konnten mehrere Meeressäuger beobachten, wobei sich ein Buckelwalweibchen als besonders kooperativ erwies. Húsavík war auch der nördlichste Punkt unser Reise und so mussten wir uns von hier aus allzu früh wieder auf die Rückreise begeben. Mit einem geländetauglichen Bus führte uns unsere Route über die Sprengisandur Piste einen Tag lang geradewegs nach Hella im Süden Islands, wo wir uns am Abend in den Freiluft Whirlpools unseres **** Hotels von den Strapazen der langen Fahrt erholen konnten. Mit einem Besuch bei den berühmten Geysiren und dem Wasserfall Gullfoss ließen wir unsere Reise schließlich langsam ausklingen.

Man könnte also meinen, 10 Tage seien ausreichend für eine Islandreise? Weit gefehlt! Wir durften aus unserer Route einen repräsentativen Teil der Insel genauer kennen lernen, doch es gibt noch viele andere Regionen, die ebenso interessant sind. Da wären z. B. die Westfjorde mit ihren Vogelfelsen, die Sturmschwalbenkolonien auf den Westmännerinseln und natürlich die ganze Osthälfte des Landes, für die es diesmal nicht gereicht hat. Halten Sie also Ausschau nach den Ausschreibungen für die BirdLife Reisen. Es wird bestimmt wieder eine Islandreise geben und es gibt noch viel zu sehen!

Aaron Ofner ist Musiker und passionierter Birdwatcher. Er leitet für BirdLife Österreich regelmäßig Auslandsexkursionen.

^ Nach Oben ^
A-4650 Lambach, Linzer Straße 4-6, Tel. ++43/(0)7245/20700, E-Mail: zentrale@kneissltouristik.at
Kataloge 2012 - mit einer Fülle von neuen und bewährten Zielen!
08.02.2012